Exmouth / Ningaloo Reef / Cape Range National Park

Die nächsten großen Ziele auf dem Roadtrip waren Exmouth und das dort befindliche Ningaloo Reef. Auf dem Weg dahin machten wir einen Abstecher zu sogenannten “blow holes”. Die heißen im Grunde so, weil sie, wie man es bei Walen kennt, eine Art Wasserwolke mit Hochdruck in die Luft pusten. Das funktioniert nur bei rauher See, da das Wasser bei einer kommenden Wellen Die nächsten großen Ziele auf dem Roadtrip waren Exmouth und das dort befindliche Ningaloo Reef. Auf dem Weg dahin machten wir einen Abstecher zu sogenannten “blow holes”. Die heißen im Grunde so, weil sie, wie man es bei Walen kennt, eine Art Wasserwolke mit Hochdruck in die Luft pusten. Das funktioniert nur bei rauher See, da das Wasser bei einer kommenden Wellen Luft unter Felsen einschließt, die dann mit enormen Druck durch Löcher entweicht, die im Laufe der Jahre entstanden sind. Natürlich hatten wir Glück, kamen zum Sonnenaufgang an und konnten dieses Naturphänomen wunderbar betrachten!

Im Laufe des Tages erreichten wir dann Coral Bay. Den Namen hat dieser Ort nicht von ungefähr! Es gibt einen wunderschönen Strand und nach nur 10 Metern im Wasser kann man bereits die ersten Korallen und bunten Fische des Ningaloo Reefs erblicken. Da mein Travelmate einen Schnorchel und eine Taucherbrille dabei hatte, durfte ich mir die auch mal ausleihen und das Naturwunder bestaunen. Obwohl das Wasser immernoch recht kalt und die Strömung ziemlich stark waren, konnte man nahezu Stunden im Wasser verbringen. Wenn das hier schon so gut aussieht, dann bin ich erst recht mal auf das Great Barrier Reef gespannt!

Entspannen am Coral Bay

Entspannen am Coral Bay

Weiter ging es nach Exmouth. Die Stadt ist hauptsächlich dafür bekannt (mir zumindest), dass man mit Walhaien tauchen kann. Auch wenn das bestimmt eine einmalige Erfahrung ist, ist der Spaß allerdings dermaßen teuer ($400), dass ich darauf dann doch verzichtet habe. Ein weiterer Niederschlag war, dass man im Cape Range Nationalpark nur zelten konnte, wenn man zuvor online bucht. Das war übrigens die Küstenregion von Exmouth. Da die Internetabdeckung auf dem Weg dahin recht bescheiden war, wussten wir davon natürlich nichts und für diese Nacht war bereits alles ausgebucht. Es stellte sich also die Frage, was wir machen sollten. Wir beschlossen, erst einmal in den Park zu fahren und uns darüber später Gedanken zu machen. Wieder einmal hieß es also Schnorcheln und Korallen und Fische bestaunen beim besten Wetter, was man in den letzten Tagen ja leider nicht behaupten konnte… Unterwasserbilder habe ich leider nicht, da meine “wasserdichte” Kamera einen Sprung im Display bekommen hat und die Kamera von meinem Travelmate geklaut wurde (in Bali), bevor er die Bilder und Videos gesichert hatte.

der Cape Range National Park

der Cape Range National Park

nochmal der Cape Range National Park

nochmal der Cape Range National Park

Cape Range National Park - die andere Seite

Cape Range National Park – die andere Seite

Gegen Abend haben wir uns dann überlegt, was wir machen wollen – die Entscheidung viel auf Durchmachen in Verbindung mit einer Nachtwanderung! Also als es dunkel wurde das Auto abgestellt, Taschenlampe raus, Markus hat seine Kamera eingepackt und auf ging es. Der Weg, den wir uns dafür ausgesucht hatten, schien irgendwie doch länger als anfangs gedacht. Zwischendurch hat Markus eindrucksvolle Bilder von der Milchstraße (mit Langzeitbelichtung) aufgenommen, da es in der näheren Umgebung quasi keine anderen Lichtquellen gab.

die Milchstraße in Westaustralien

die Milchstraße in Westaustralien

Nachtwanderung

Nachtwanderung

Einige Känguruhs konnten wir in den angrenzenden Gebüschen sehen – oder besser erahnen, denn auch mit Taschenlampe war es wirklich sehr dunkel – und irgendwann sind wir auch zu dem eigentlichen Wanderweg gekommen, bei dem es sich um ein ausgetrocknetes Flussbett und Hügel handelte. Der Weg an sich war dann auch noch wesentlich schwieriger als eigentlich gekennzeichnet – was wahrscheinlich auch daran lag, dass wir in der Dunkelheit nicht immer den richtigen Pfad gewählt haben.

der Weg der Nachtwanderung

der Weg der Nachtwanderung

Nach der Nachtwanderung, als wir zurück beim Auto waren, war es allerdings immer noch irgendwas zwischen 2 und 3 Uhr morgens. Um also die Zeit sinnvoll zu nutzen und einer kostspieligen Strafe aus dem Weg zu gehen, haben wir dann abwechselnd geschlafen, was im Endeffekt dazu geführt hat, dass wir irgendwann beide geschlafen haben. Zum Glück kam kein Ranger und am nächsten morgen haben wir uns dann wieder auf den Weg gemacht und uns verschiedene Strände angeschaut. Das Wetter war dabei leider nicht so gut wie die letzten Tage und von daher haben wir uns dazu entschieden weiter zu fahren.

Beim Verlassen des Parks ist uns dann ein Echidna – eine Art Igel – aufgefallen, der mitten auf der Straße saß. Da bei dem gelegentlichen Verkehr nicht auszuschließen war, dass er überfahren wird, haben wir uns dazu entschieden ihm über die Straße zu helfen 😉

ein Echidna auf der Straße

ein Echidna auf der Straße

Weiter ging es dann zu einem alten Schiffswrack, dass vor keine Ahnung wie vielen Jahren vor der Küste gesunken ist und seit dem immer noch an Ort und Stelle verweilt. Direkt in der Nähe noch eine Art Abhöranlage der Australier, die wohl früher mal den Amerikanern gehört hat. Genaueres dazu konnte man leider nicht erfahren, aber es sah auf jeden Fall interessant aus!

das Mildura Schiffswrack an der Küste von Exmouth

das Mildura Schiffswrack an der Küste von Exmouth

die Abhörstation

die Abhörstation

Weiter ging es dann in Richtung Tom Price, der Stadt kurz vor dem Karajini Nationalpark. Da es ein ganz schön langer Weg bis dorthin war, ließ es sich nicht vermeiden, dass wir auch ein bisschen im Dunkeln fahren mussten, um unser Ziel noch zu erreichen. Kurz nach Eintreten der Dunkelheit sah man schon einige Tiere und wie sich auch in den folgenden Wochen herausstellte, haben die Tiere hier suizidale Tendenzen. Angefangen hat es mit einem kleinen Känguru, was einfach mitten auf Straße saß und sich nicht bewegte. Hatte es gerade noch rechtzeitig gesehen und konnte ausweichen. Kurz danach sprang ein Känguru direkt vor dem Auto über die Straße, auch hier konnte ein Zusammenstoß zum Glück vermieden werden – die Geschwindigkeit wurde ja schon vorsorglich reduziert. Dann auf einmal ein Vogel, der direkt aus dem Gebüsch auf die Straße geflogen kommt! Obwohl ich auch ihn fast erwischt hatte, konnte er noch ausweichen um eine Sekunde später im Sturzflug von oben auf das Auto wieder herabzufliegen. Dieses Mal hatte ihn dann die Bull Bar des Wagens erwischt und er lag leblos auf der Windschutzscheibe. Damit war wohl die Rettung des Echidnas vom morgen ausgeglichen 🙁 Bisher war das das erste und einzige Tier, welches dem Auto zum Opfer gefallen ist 😉

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